Dass die Online-Community Facebook immer weiter wächst, ist nichts Neues. Dazu muss man sich nur mal im eigenen Freundes- und Familienkreis umhören: Sogar Mutti und Onkel vernetzen sich dort. Für die meisten ist es ein unkomplizierter Weg, mit Menschen im Kontakt zu bleiben, die weit weg wohnen: Die Tante in Andalusien, der Schulfreund in Australien, sie alle haben ein Facebook-Profil und man weiß, was sie gerade so treiben und wie es ihnen geht. Der weltweite Kontakt via Facebook-Login auf facebook.de, das scheint das zu sein, was dieses soziale Netzwerk am meisten abhebt von anderen beliebten Social Networks wie StudiVZ, MeinVZ, Wer-Kennt-Wen (kurz WKW genannt), Lokalisten, Knuddels, Freenet, Netlog und Xing.

Bemerkenswert ist aber, dass nicht nur die Zahl der Facebook-Profile stetig wächst, sondern auch die Verweildauer der Nutzer auf der Seite – und dass die Community damit anderen Seiten die Besucher raubt. Dies beschrieb Spiegel Online diese Woche in dem Artikel „Wie Facebook die Portale austrocknet“. Der Artikel zitiert eine Studie zum Onlineverhalten von 2 Millionen US-Nutzern. Betroffen von dem Schwund seien unter anderem auch die großen Suchmaschinen-Anbieter Google und Yahoo. Beispielsweise sei die monatliche Verweildauer bei Google im Mai 2010 auf 5:58 Minuten geschrumpft, im Vergleich zu 6:42 Minuten im Mai des Vorjahres. Bei Facebook stieg sie dagegen von 15 auf 23 Minuten. Zudem verlagere sich auch der Konsum von Online-Videos in die Communities. Das dürfte also auch YouTube zu spüren bekommen.
Über die aktuellen europäischen Verhältnisse lässt die genannte Studie allerdings noch keine Schlüsse zu. Bei den Daten der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) zur Reichweite von Internet-Portalen besteht das Problem, dass Facebook dort nicht gelistet ist und man daher keinen Vergleichswert zu dortigen Spitzenreitern wie T-Online und web.de hat.
Andreas Wiebe, Experte für Suchtechnologien und Geschäftsführer der Hulbee AG, folgert aus dieser Entwicklung: „Suchmaschinen wie Hulbee dürfen in ihrer Entwicklung nicht stehenbleiben und müssen selbst ‘klebrig’ werden, wie der Spiegel es angelehnt an den englischen Begriff ’sticky’ nennt. ‘Sticky’ heißt: Websites und Social Networks sollten Nutzer zum dauerhaften Verweilen einladen. Hulbee hat das erkannt und erweitert daher die Angebote auf seiner Startseite Hulbee.de, wie etwa in dieser Woche mit dem neuen Shopping-Bereich.“


